Von Fort Lauderdale nach Saint Augustine in drei Tagen
gepostet von leth am 05.05.2009 um 0:20 Uhr
Zugang zum Meer auf South Hutchinson Island
Nun sind schon wieder einige Tage ins Land gezogen, seit dem ich den letzten Blog geschrieben habe und wir haben natürlich einiges erlebt. Mittlerweilen sind wir in St. Augustine im Norden Floridas angekommen. Über unsere Reise in den letzten drei Tagen von Fort Lauderdale über Cocoa Beach bis nach Saint Augustine werde ich Euch berichten.
Die Strecke die wir gefahren sind, hat uns insgesamt über 500 km entlang der Atlantikküste Floridas geführt. Einen großen Teil dieser Strecke sind wir auf dem A1A gefahren, da diese Straße die mit Abstand schönste Landschaft bietet. So sind wir durch Nobelorte der High-Society mit zahlreichen Villen und vorgelagerte Inseln gekommen, haben einsame Strände und Surfer-Paradise gesehen und einen Tag lang das Kennedy Space Center besucht.
Von Fort Lauderdale nach Cocoa Beach
Am ersten Tag sind wir von Fort Lauderdale aus, einem Ort in dem bereits schöne Villen stehen, Richtung Norden zuerst durch Boca Raton und danach durch Palm Beach gekommen. Hier haben viele der reichsten Amerikaner Ihre Ferienhäuser die sie hauptsächlich in den kalten Wintermonaten verwenden, wenn man es in Florida noch gut aushalten kann, während sonst wo der Schnee fällt. Die prachtvollen Villen und ausgedehnten Wohnanlagen die man hier überall sieht, konnten wir leider nicht fotografieren, da man nirgendwo mit dem Auto stehenbleiben darf. Wie man sich vorstellen kann ist die Polizei natürlich allgegenwärtig um dies auch zu überwachen. Ausserdem stehen viele Häuser versteckt hinter hohen Hecken und langen Einfahrten, so dass man sie eh nicht sehen kann.
Einige Meilen nach Palm Beach sind wir bei Stuart auf Hutchinson Island aufgefahren. Dabei handelt es sich um eine von vielen Inseln, die dem Festland vorgelagert sind. Teilweise wurden diese Inseln zu Schutzgebieten für Vögel gemacht, weshalb es dort einsame Strände gibt. Andere Teile sind stark besiedelt. Besonders auf South und North Hutchinson Island gibt es exklusive, bewachte Wohnanlagen die uns sehr beeindruckt haben. Uns sind jedoch auch die vielen 'For Sale' und 'For Rent' Schilder aufgefallen, die man dort findet. Hier scheint sich die Immobilien-Krise deutlich sichtbar zu machen.
Cocoa Beach
Kaum in Cocoa Beach angekommen, haben wir umgehend in unserem Hotel, dem Sheraton Four Points Cocoa Beach, eingecheckt. Dieses Hotel ist wirklich super. Neben einem Restaurant und einem eigenen Starbucks ist dort ein riesiger Surfer Shop untergebracht.
Mit unserem Zimmer waren wir ebenfalls sehr zufrieden. Dank eines gratis Upgrades das wir erhalten hatten, stand uns sogar ein Jakuzzi zur Verfügung. Leider konnten wir in unserer ersten Nacht jedoch kaum ein Auge zu tun, da sich direkt neben unserem Zimmer die Klimaanlage für die Empfangshalle befand. Nachdem wir die Rezeption jedoch darauf aufmerksam gemacht hatten, bekamen wir umgehend ein anderes Zimmer mit der selben Ausstattung.
Cocoa Beach selbst ist eine Surfer-Hochburg mit weitläufigem Strand. Egal wohin man in diesem Ort geht oder sieht, man wird ständig mit dem Thema Surfen konfrontiert. Sogar im ansässigen McDonalds sind Surf-Bilder ausgestellt.
Kennedy Space Center
Der Eingang ins Kennedy Space Center
An unserem zweiten Tag auf dem Weg nach Saint Augustine haben wir das Kennedy Space Center auf Merritt Island besucht. Das muss man einfach gesehen haben. Neben zahlreichen älteren Raketen aus den 50er Jahren und Ausstellungen zu verschiedenen Themen, kann man auch ein nachgebautes Space Shuttle in original Größe betreten, eine Saturn V Rakete besichtigen, eine Bus Tour durch das NASA Gelände machen und an einem simulierten Space Shuttle Start teilnehmen. Abgerundet wird das ganze durch zwei IMAX-Filme. Einer zeigt die Mondoberfläche, der andere die Arbeiten an der Raumstation ISS.
Bei Marritt Island, der Insel auf welcher das Kennedy Space Center untergebracht wurde, handelt es sich jedoch nicht nur um den NASA Stützpunkt. Der gesamte Bereich wurde zu einem Naturschutzgebiet gemacht in dem sich zahlreiche Tierarten angesiedelt haben, die vom Aussterben bedroht sind. So findet man hier neben verschiedensten Arten von Schildkröten, Waschbären und Aligatoren auch Adler, die den Winter hier verbringen.
Die optimale Zeit für einen Besuch im Kennedy Space Center ist übrigens am Wochenende. Zu dieser Zeit ist dort am wenigsten los. Das liegt vielleicht daran, dass sich dann die meisten Besucher auf die Vergnügungsparks in Orlando stürzen.
Von Cocoa Beach nach Saint Augustine
Etwas nördlich von Daytona Beach
Heute sind wir dann von Cocoa Beach nach Saint Augustine gefahren. Die Strecke war jedoch nicht annähernd so interessant, wie von Fort Lauderdale nach Cocoa Beach. Auch hier sind wir wieder dem A1A gefolgt und haben die Route über die vorgelagerten Inseln genommen. Eines der Highlights war eine Schildkröte direkt neben der Strasse und die Sümpfe in denen es vermutlich auch Aligatoren gibt. Wir sind uns jedoch nicht sicher, ob wir im Vorbeifahren auch wirklich einen gesehen haben.
Wer sich für Rennsport interessiert sollte einen kurzen Abstecher nach Daytona einplanen und sich die dortige Rennstrecke ansehen. Dort werden hauptsächlich die in den USA populären Speedway-Rennen abgehalten. Da uns dieser Sport nicht interessiert, haben wir den Abstecher ausgelassen und sind über Daytona Beach gefahren.
Saint Augustine
In Saint Augustine angekommen, haben wir uns auch gleich in die historische Altstadt begeben. Saint Augustine selbst ist nämlich die älteste Stadt der USA. Dort kann man ein altes Fort, das Castillo de San Marcos und den Historic District besuchen. Den interessantesten Abschnitt bildet dabei die St. George Street. Dort findet man zahlreiche alte Gebäude. So zum Beispiel das Oldest Wood Schoolhaus, welches aus Sicherheitsgründen angekettet wurde, damit es bei einem Sturm nicht davon geblasen werden kann.
Gegen Abend haben wir dann in unserem Hotel eingecheckt. Diesmal haben wir uns wieder für ein Best Western - genauer für das Best Western Historic Inn - entschieden. Unser Zimmer ist zwar das bisher kleinste, jedoch vollkommen ausreichend. Einzig ein Kühlschrank fehlt, um das Bier einzukühlen. Mit etwas Eis und einem Waschbecken kann man sich aber gut aushelfen :-)
1 Kommentar
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Nach fast einem Jahr ohne Website, ist meine neue Homepage nun endlich online.
Andy sagt:
08.05.2009, 15:08 Uhr
Hallo ihr zwei!Ihr habt ja schon so einiges erlebt und es ist echt super, dass man an eurem urlaub so hautnah dabei sein kann. ein waschbecken mit eis zum bier einkühlen ist im ausserfern allerdings nicht notwendig, aber das dürfte euch nicht gerade überraschen ;-)
also, viel spass noch euch beiden und schiesst weiterhin so coole pics!
ps: die tests verlaufen dank perfekt vorbereitetem testkatalog super! ergebnisse sind mittelprächtig, jetzt bin ich mir sicher: "er" hatte mindestens drei promille ;-)))