Vom Bryce Canyon nach Las Vegas

gepostet von leth am 08.06.2008 um 22:27 Uhr

Red Canyon

Red Canyon
Durchfahrt in einem Felsen im Red Canyon

Pünktlich um 8:00 Uhr, natürlich nachdem wir gefrühstückt hatten, sind wir heute morgen bei gerade mal 4° C aufgebrochen. Unsere Route hat uns dabei zuerst westlich durch den Red Canyon geführt. Dieser Canyon bietet ähnliche Felsformationen wie der Bryce Canyon, ist jedoch viel, viel kleiner, so dass man in wenigen Minuten alles gesehen hat. Das schöne an diesem Canyon ist jedoch die Strasse, die teilweise durch Felsen gebaut wurde. So kann man den Canyon von innen betrachten.

Zion National Park

Zion Nationalpark
Bekannte Felsen im Zion Nationalpark

Die nächste Station auf unserer Route war dann der Zion National Park. Die runden Berge, die durch Eis, Wind und Wasser geformt wurden, sind markant für diesen Park. Die sehr kurvige Strasse, die teilweise sogar mit rotem Asphalt gebaut wurde, schlängelt sich um Berge und durch kleinere Täler. Am westlichen Ende des Parks führt sie dann durch einen langen Tunnel und über zahlreiche Serpentinen fährt man ins Tal hinunter zur Ausfahrt. Immerhin befindet man sich vom Bryce Caynon kommend, an der östlichen Einfahrt noch auf 6.000 Fuss (1.800 Meter), während die westliche Einfahrt knapp unter 4.000 Fuss (1.200 Meter) liegt.

Die Fahrt durch den National Park hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Die Natur und Felsformationen sind hier sehr beeindruckend. Es ist schon erstaunlich, wie sich massiver Fels über Jahrtausende hinweg formen lässt. Die zahlreichen Möglichkeiten stehen zu bleiben, laden natürlich förmlich dazu ein es auch zu tun. So konnten wir die Landschaft hautnah erleben.

Hoover Staudamm

Hoover Staudamm
Die riesige Staumauer des Hoover Damms

Nach dem Zion National Park sind wir sehr gut voran gekommen. So haben wir kurzerhand entschlossen einen Abstecher zum Hoover Staudamm zu machen, da uns der Staudamm bei Page bereits sehr gut gefallen hatte. Ein Besuch des Hoover Damms bietet sich natürlich auch an, da dieser nur wenige Meilen von Las Vegas entfernt liegt.

Was wir jedoch nicht wussten, war dass die Strasse direkt über den Staudamm führt, und es deswegen hier strenge Sicherheitskontrollen gibt. Das hat natürlich meilenlange Staus zur Folge.

Der Hoover Staudamm selbst ist schon recht imposant, wenn man bedenkt wie alt dieser schon ist. Was uns aber mindestens genau so beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass derzeit eine Brücke gebaut wird, die parallel zum Hoover Staudamm verläuft. Dadurch wird der Verkehr vom Staudamm weg gebracht und das Sicherheitsrisiko verringert.

Chaos in Las Vegas

Zurück in Las Vegas sind wir dann direkt zum Mandalay Bay Hotel gefahren, wo wir ein Zimmer mit Blick auf den Strip für die letzten vier Nächte in den USA reserviert hatten. Direkt ist vielleicht nicht ganz korrekt, da das Navi mit Las Vegas überhaupt nicht zurecht kam und wir ein paar Mal falsch abgebogen sind.

An der Rezeption war dann auch noch die Hölle los. Wir mussten geschlagene 1 1/2 Stunden warten, und das obwohl vor uns in der Schlange lediglich vier weitere Gäste einchecken wollten. Als wir dann endlich an die Reihe kamen, konnten wir nicht glauben, was uns die Rezeptionistin auftischte. Sie erzählte irgendetwas von überbucht und dass wir in ein anderes Hotel gehen müssten und sie die Kosten für zwei Nächte übernehmen würden. Das ließen wir uns natürlich nicht gefallen. Immerhin hatten wir schon vor ca. 6 Monaten das Zimmer reserviert und bereits teilweise bezahlt. Natürlich hatten wir auch die E-Mail Bestätigung bei Händen, laut der uns das Zimmer garantiert wurde.

Die gute Dame holte sofort ihren Vorgesetzten, nachdem Sie gemerkt hatte, dass wir uns nicht abwimmeln ließen. Doch auch der Manager verwies uns auf das MGM Grand und bot uns an die Kosten für alle vier Nächte zu übernehmen.

Da wir keine Chance hatten, doch irgendwie das Zimmer zu bekommen, das wir gebucht hatten, nahmen wir das Angebot an und wechselten enttäuscht ins MGM Grand. Hier wurden wir sofort an der Rezeption bedient. Wir haben der Mitarbeiterin unsere Lage erklärt, worauf sie alle Hebel in Gang gesetzt hat, um uns unsere Wünsche irgendwie zu erfüllen. Nun haben wir sogar ein Upgrade auf eine Junior Suite mit zwei Queen Beds im 16. Stock für lediglich USD 35,- pro Nacht bekommen. Und ab morgen sind wir in einer Junior Suite mit King Bed und prime View im 23. Stockwerk für den selben Preis.

Enttäuscht sind wir im Moment trotzdem, da wir uns so sehr auf das Mandalay Bay gefreut hatten. Jetzt machen wir einfach das beste daraus. Etwas anderes können wir eh nicht tun.

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